Mit neuer Fahne an der Spitze des Zuges, die Jubiläumsfeuerwehr. Das große Bild zeigt den Spielmannszug aus Überlingen, der für den richtigen Marschtakt sorgte. Fotos: Kahl

06.10.2009 02:50 Uhr Lokales Balduinstein

Von der Steubenparade an die Balduinsteiner Port
Festumzug durch das Dorf zum Jubiläum der Feuerwehr


Der Spielmannszug der befreundeten Wehr aus Überlingen bereicherte den Festumzug beim 50. Feuerwehrjubiläum in Balduinstein.

Balduinstein. Anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens feierte die Freiwillige Feuerwehr Balduinstein am vergangenen Wochenende ihr Jubiläum. Dem festlichen Kommers war der Festumzug durch Balduinsteins Straßen der zweite Höhepunkt des Jubiläumswochenendes.

Zwar können Feuerwehrleute mit Wasser bestens umgehen, doch wollten die Balduinsteiner Wehrmänner am Sonntag mit diesem Element nichts zu tun haben. Mehrfach schickten die Blauröcke besorgte Blicke zum wolkenverhangenen Himmel, und sie wünschten sich zumindest für die Zeitdauer des Umzuges keinen Regenschauer. Doch der Wettergott hatte ein Einsehen, und so lautete nach einem gemeinsamen Gottesdienst das Kommando nicht «Wasser marsch» sondern «Im Gleichschritt marsch». Es ging einmal durch Balduinsteins geschmückte Straßen, wobei zwischendurch Versorgungsstationen mit Getränken aufgebaut waren. Ziel war die Burg.

Die neue Fahne an der Spitze

An der Spitze logischerweise die Geburtstagskinder, die voller Stolz ihre neue Fahne präsentierten. Ortsbürgermeister Paul Wendt hatte die Wehr während des Kommers’ am Vorabend damit überrascht. Die am Straßenrand stehenden Zuschauer gratulierten den vorbeiziehenden Aktiven mit spontanem Applaus. Und der Beifall brandete zumindest noch einmal für den Spielmannszug der Feuerwehr aus Überlingen auf, der mit seinen musikalischen Klängen und mit seinen historischen Uniformen ein Glanzlicht im Zug setzte. Die Musiker vom Bodensee wurden schon mehrfach bei der Steubenparade in New York bejubelt. Vorweg marschierte mit Frank Weber ein ehemaliges Balduinsteiner Feuerwehrmitglied, der mittlerweile stellvertretender Wehrführer der Feuerwehr in Überlingen ist. Spätestens in Höhe der Kirche hatte sich die Zuglänge verdoppelt, da sich die Balduinsteiner Bevölkerung einreihte und mit «ihrer Wehr» bis zum Burgsaal zog. Ein schönes Bild und Beleg für die Aussagen, die während des Kommers’ mehrfach zu hören waren: «Die Bürger einer Gemeinde brauchen eine gut aufgestellte sowie ausgebildete Feuerwehr, und die Feuerwehr braucht die Unterstützung der Gemeindemitglieder.»

Eine lesenswerte Festschrift

Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein fand die Festschrift der Wehr besonders viel Beachtung. Die über 100 Seiten starke, reich bebilderte Broschüre bietet einen detaillierten Blick in die fünf Jahrzehnte Feuerwehrgeschichte des Lahnortes.

Dass die Floriansjüner um Wehrführer Markus Stock mit Präsentations- und Informationsmitteln umgehen können, zeigte sich in diesem Jahr schon einmal. Auf einer Festveranstaltung im Deutschen Feuerwehrmuseum in Fulda erhielt die Wehr für ihren Internetauftritt http://www.feuerwehr-balduinstein die Bestnote: «Fünf Feuerwehrhelme». Am Wettbewerb um dieses Gütesiegel (ähnlich wie die Sterne in der Hotellerie) hatten sich deutschlandweit 1200 Wehren beteiligt. rpk


RZ-Online Artikelarchiv vom 06.10.2009

Eindrucksvoller Umzug der Feuerwehren aus Balduinstein und Überlingen
Mit einem Umzug von der Ortsmitte zur Burg begann der zweite Festtag im Rahmen des Jubiläums zum 50-jährigen Bestehen der Feuerwehr in Balduinstein. Gemeinsam mit den befreundeten Kameraden aus Überlingen schritten die Einsatzkräfte von der Lahn hinter ihrer neuen Fahne her. Daran schloss sich ein Frühschoppen im Burgsaal an. Das Jubiläum endete am Sonntag mit einem unterhaltsamen und informativen Nachmittag mit Beiträgen zur Brandschutzerziehung.
So wurde den Besuchern beispielsweise der Umgang mit Feuerlöschern und eine Fettexplosion demonstriert. Viel Lob heimste sich die Feuerwehr Balduinstein während des Jubiläums für die Gestaltung ihrer Internetseite ein. Sie zählt laut Frank Puchtler zu den besten in Deutschland. Der Landtagsabgeordnete unterstützt zudem die Rauchmelderaktion der Balduinsteiner Einheit: Für jedes Neugeborene in der Gemeinde erhält die Familie von der Feuerwehr einen kostenlosen Rauchmelder. (up) Foto: Uli Pohl


Die Freude über die von Ortsbürgermeister Paul Wendt (links) überreichte Fahne war bei den Blauröcken der Balduinsteiner Wehr riesig, rechts im Bild Wehrführer Markus Stock

05.10.2009 Nassauische Neue Presse

Feuerwehr Balduinstein feierte mit Pauken und Trompeten

Die Lahngemeinde stand am Wochenende ganz im Zeichen des Jubiläums – Ein Hoch auf das Ehrenamt – Prominente Gratulanten


Die Feuerwehreinheit von Balduinstein feierte 50. Geburtstag. Ortsbürgermeister Paul Wendt überrascht die Floriansjünger mit einer eigenen Fahne.
Niederneisen. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Balduinstein feierten den Kommers anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens gemeinsam mit den Bürgern der Gemeinde und zahlreichen Ehrengästen im wahrsten Sinne des Wortes «mit Pauken und Tropeten». Der befreundete Spielmannszug der Feuerwehr aus Überlingen sorgte nicht nur für die musikalische Untermalung, sondern wurde durch sein herausragendes Können und seine optische Präsenz zu einem der Programmhöhepunkte. Dies ließ jedenfalls der begeisterte Applaus des Publikums vermuten.

«Die Bürger einer Gemeinde brauchen eine gut aufgestellte sowie ausgebildete Feuerwehr, und die Feuerwehr braucht die Unterstützung der Gemeindemitglieder. Beides funktioniert in Balduinstein seit fünf Jahrzehnten in besonderem Maße», so der Tenor fast aller Festreden, die an einem originellen Rednerpult gehalten wurden. Das Pult war mit der Beifahrertür eines ehemaligen Einsatzfahrzeugs der Wehr verkleidet. «Die Balduinsteiner Wehr stelle nicht nur eine entscheidende Säule der kommunalen Daseinsvorsorge bei der Gefahrenabwehr und der Bewältigung von Unglücken und Katastrophen dar, sondern sei auch im kulturellen und gesellschaftlichen Leben der Gemeinde nicht wegzudenken», so der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Diez, Michael Schnatz. Er lobte die Aktiven der Wehr mit einem Zitat des früheren Bundespräsidenten Theodor Heuss: «Was einer für sich selbst tut, mag viel zählen. Jedoch mehr zählt, was einer für die anderen getan hat.»

Lob, Dank und Anerkennung waren auch die Kernaussagen in allen weiteren Reden und Grußworten, die im voll besetzten Saal in der Burganlage zu hören waren. Ob Landrat Günter Kern, Kreisfeuerwehrinspekteur Gerd Grabitzke, Udo Textor vom Kreisfeuerwehrverband, der Wehrleiter der Verbandsgemeinde-Wehr, Marcus Grün, der Bürgermeister der Ortsgemeinde Balduinstein, Paul Wendt, die Landtagsabgeordneten Matthias Lammert (CDU) und Frank Puchtler (SPD) oder Frank Weber, ehemaliger Balduinsteiner und ehemaliges Mitglied der Jubiläumswehr und mittlerweile stellvertretender Wehrführer der Feuerwehr in Überlingen, alle würdigten die Arbeit der Floriansjünger in ihrer Funktion als Brandbekämpfer und ihrem unermüdlichen Engagement für das Gemeinwesen. 22 aktive Feuerwehrleute und rund 150 Mitglieder im Förderverein zeugten von einer funktionierenden Gemeinschaft. «Ohne die Feuerwehr würde im Ort ein Teil fehlen», äußerte der Vorsitzende des Fördervereins, Hans-Joachim Klersy, der nicht nur durch das Programm moderierte, sondern mit einer Powerpoint-Präsentation einen sehr informativen und humorvollen Blick in die Historie der Einheit warf.
Ein weiterer Höhepunkt waren verschiedene Ehrungen, die Klersy gemeinsam mit Wehrführer Markus Stock vollzog. So wurde Willibald Bühler, der am 12. Dezember 1959 zum ersten Wehrführer der Einheit gewählt wurde, zum Ehrenmitglied ernannt. Auch die anwesenden Gründungsmitglieder Anton Schmidt, Johannes Rubröder, Willi Weingart, Josef Ohly, Karl Weingart, Josef Rody, Hans-Dieter Philipps, Walter Schmidt, Leo Zey, Erich Useldinger, Franz Josef Feller und Karl Schupp erhielten eine Urkunde und ein Präsent.

50 Jahre Feuerwehr heißt fünf Jahrzehnte Mut, Bereitschaft und Pflichterfüllung, aber auch 50 Jahre Frohsinn, Zusammenhalt und Kameradschaft. Nach diesem Motto saß die Jubiläumswehr beim gemütlichen Teil mit ihren Gästen, unter denen sich viele benachbarte Wehren befanden, noch lange in froher Runde. rpk rpk


RZ-Online Artikelarchiv vom 05.10.2009

Wehr feiert 50. Geburtstag

Balduinsteiner Kameraden freuen sich über neue Fahne - Seit der Gründung hat sich einiges getan
Freiwilliges Engagement ist wichtig, besonders wenn davon die Sicherheit der Menschen abhängt. Darauf ist auch die Freiwillige Feuerwehr Balduinstein stolz und feierte gebührend ihren 50. Geburtstag.

BALDUINSTEIN. Etwas aus einer Pflicht heraus zu tun, macht weniger Freude, als sich aus freien Stücken für etwas zu entscheiden. So sahen es auch die 29 Gründer der Freiwilligen Feuerwehr Balduinstein und machten an einem kalten Winterabend vor 50 Jahren aus einer Pflichtwehr eine Truppe, die sich gerne und ohne Zwang mit dem Brandschutz beschäftigt. Dieses Jubiläum feierten die Kameraden.
Seit dieser Zeit hat sich einiges getan: Die Ausrüstung wurde vom damals ersten noch selbst ausgebauten Löschfahrzeug bis heute stetig modernen Standards angepasst; viele Einsätze haben die Kameraden erfolgreich bewältigen können. Das Hauptaugenmerk von Wehrleiter Markus Stock und seiner Mannschaft liegt neben der entsprechenden Ausbildung auch auf der Nachwuchsgewinnung. Mittlerweile zählt die Wehr 22 aktive Mitglieder, die von rund 150 Förderern unterstützt werden. Gemeinsam feierte die Wehr nun den 50. Geburtstag. Zum Festkommers am Samstag waren zahlreiche Gratulanten gekommen. Die Feuerwehr Überlingen, die freundschaftliche Beziehungen mit den Balduinsteinern verbindet, trat sogar mit ihrem Spielmannszug auf. Dieser sorgte im Burgsaal für die passende musikalische Untermalung.
Hans-Joachim Klersy erläuterte den Anwesenden die Geschichte der Balduinsteiner "Retter in Rot". Auch führte er den gesamten Abend durch das Programm.
Landrat Günther Kern bemerkte, dass die Feuerwehr Balduinstein zehn Jahre älter sei als der Rhein-Lahn-Kreis. Sie sei ein Mosaikstein in dem Gefüge, das eine schlagfertige Wehr in Verbandsgemeinde und Kreis ausmache. Denn ohne eine solche Einrichtung und das dafür erforderliche Ehrenamt könne für solche Sicherheit in der Bevölkerung nicht gesorgt werden. Auch trage die Feuerwehr erheblich zur Sozialisierung junger Menschen bei, indem sie zeige, dass man im Dienste der Gemeinschaft einiges erreichen kann. Landtagsabgeordneter Matthias Lammert sprach den Balduinsteinern ebenfalls seine Glückwünsche aus und lobte die gute Organisation des Abends. Als Erster Beigeordneter gratulierte Michael Schnatz im Namen der Verbandsgemeinde Diez. Die Leistung der Feuerwehr könne nicht hoch genug eingeschätzt werden, zum einen auf dem Gebiet der Sicherung des Zusammenlebens und zum anderen im kulturellen Bereich.
Er dankte auch den verständnisvollen Familien der Feuerwehrmänner. Bürgermeister Paul Wendt enthüllte die neue Fahne der Wehr, hinter der man am Sonntag beim Festumzug herschritt. Mit jeder Menge Engagement war eine rechtzeitige Fertigstellung gelungen. Auch Markus Grün, Wehrleiter der Verbandsgemeinde, sowie Kreisfeuerwehrinspektor Gerd Grabitzke und Udo Textor vom Kreisfeuerwehrverband gratulierten. Markus Stock konnte die Gründungsmitglieder Anton Schmidt, Johannes Rubröder, Willi Weingart, Josef Ohly, Karl Weingart, Josef Rody, Leo Zey, Erich Useldinger und Karl Schupp für ihr Engagement ehren. Der erste Wehrleiter der freiwilligen Floriansjünger, Willibald Bühler, wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Ausgiebig feierte man am Wochenende noch weiter den 50. Geburtstag des freiwilligen Brandschutzes in Balduinstein. Anika Recktenwald