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Printausgabe vom 25.07.2006

Feuerwehren übten in Hausen

Balduinstein. Die Sirenen heulten in Balduinstein. Schadenslage war ein Zimmerbrand im ehemaligen Schwesternwohnheim Haus Schwalbenstein im Ortsteil Hausen mit drei vermissten Personen. Das war die Ausgangslage für die Übung der Feuerwehr. Das sich zurzeit in der Renovierungs- und Umbauphase befindliche Haus eignete sich hervorragend als Übungsobjekt für die Feuerwehr.

Neben Balduinstein wurde auch die Feuerwehr aus Diez mit der Drehleiter und dem Tanklöschfahrzeug zur Unterstützung alarmiert, um die erste Wasserversorgung und Menschenrettung sicherzustellen. Auf die Atemschutzgeräteträger warteten in dem weitläufigen Gebäude ein verqualmter Küchentrakt und etliche Räume, die alle abgesucht werden mussten. Nach kurzer Zeit konnten die gemeldeten vermissten Personen gerettet und versorgt werden.
Ziel der Gemeinschaftsübung war es auch, einen Einsatzplan für die Wasserversorgung des Ortsteils Hausen zu erstellen. Diese Aufgabe bewältigten in guter Zusammenarbeit die herbeigerufenen Feuerwehren aus den Nachbarorten Geilnau, Langenscheid, Cramberg, Steinsberg und Wasenbach.

Innerhalb kürzester Zeit war eine Schlauchleitung von der Lahn über die Straße nach Hausen verlegt. Fünf Pumpen bewältigten die Strecke von 1,5 Kilometer mit einem Höhenunterschied von 120 Meter. Die Wehrführer der einzelnen Einheiten zeigten sich zufrieden mit dem Ablauf der schweißtreibenden Übung, bei der unter anderem 85 Schläuche zu verlegen und danach wieder aufzurollen waren.

Der neue Eigentümer des Anwesens Haus Schwalbenstein bedankte sich bei den Feuerwehren und bot an, diese Art von Übung zu wiederholen, um nach Fertigstellung der Anlage die Ortskenntnis weiter zu verbessern. (ifr)


Printausgabe vom 29.03.2006

Einsatz abgebrochen

Balduinstein. Die Freiwillige Feuerwehr Balduinstein war erneut im Yacht-Einsatz. Sie wurde um Unterstützung und Überwachung der Bergung der am 3. Februar gesunkenen Yacht «Oldie» gerufen. Seitens des Eigentümers bzw. einiger befreundeter Bootsbesitzer wurden insgesamt drei Tauchpumpen (Förderleistung rund 3000 Litelr pro Minute Pumpe) eingesetzt. Auch die Tauchpumpe der Feuerwehr war im Einsatz. Gegen 14 Uhr wurde der Einsatz abgebrochen, da sich kein Erfolg abzeichnete.

Vor weiteren Bergungsversuchen muss die Größe des Lecks durch Taucher festgestellt und gegebenenfalls provisorisch abgedichtet werden. (nnp)


Printausgabe vom 18.03.2006

Ölsperre auf der Lahn

Balduinstein. Erneuter Feuerwehreinsatz im Hafen Balduinstein: Dieses Mal unterstützten die Balduinsteiner Wehrleute die Gefahrstoffzug-Einheit Birlenbach-Fachingen beim Ausbringen einer Ölsperre im Balduinsteiner Yachthafen (alter Schleusengraben). Somit konnte eine weitere Verschmutzung der Umwelt durch die gesunkenen Boote verhindert werden.

Eine Hebung der Schiffe durch die Eigentümer ist für das kommende Wochenende geplant. (nnp)


Printausgabe vom 08.03.2006

597 Stunden im Dienste der Allgemeinheit

Balduinstein. Auch in diesem Jahr standen auf der Jahreshauptversammlung des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Ehrungen und Beförderungen im Mittelpunkt. Peter Köhler wurde für 25-jährige Feuerwehrtätigkeit geehrt. Durch den Wehrleiter der Verbandsgemeinde Diez, Gerhard Flach, wurden außerdem Stefanie Eberhardt zur Oberfeuerwehrfrau, Andreas Ortseifen zum Oberfeuerwehrmann und Alexander Bendel zum Hauptfeuerwehrmann befördert.

Der stellvertretende Wehrführer Markus Stock lobte die Einsatz- und Übungsbereitschaft der aktiven Wehrleute. Im Jahr 2005 wurden insgesamt 597 Stunden in 32 Diensten abgeleistet, darunter fielen 24 Übungen, fünf Gemeinschaftsübungen mit Nachbarwehren und drei Sonderdienste wie Verkehrsabsicherung an Fronleichnam. Im vergangenen Jahr hatte die Freiwillige Feuerwehr Balduinstein glücklicherweise keine Einsätze zu verzeichnen, lediglich eine Fehlalarmierung durch die Polizei.
Die Neuanschaffungen des Fördervereins sollen die Arbeit und Ausbildung der Feuerwehrleute erleichtern. Hierzu zählt unter anderem eine Schnellangriffstasche mit D-Schlauch und Hohlstrahlrohr, damit man sich schneller in brennenden Gebäuden und vor allem in Treppenhäusern bewegen kann.

Ortsbürgermeister Paul Wendt dankte in seiner Ansprache der Feuerwehr Balduinstein für ihr Engagement bei allerlei Aktivitäten im Ort. Anschließend informierte er die Wehrleute über anstehende Ausbaumaßnahmen des Neun-Krümme-Weges, der dadurch zusätzlich als Rettungsweg zum Ortsteil Brühl und den Ferienhäusern im Goldenen Grund zur Verfügung stehe.

Abschließend gab Wehrführer Wolfgang Holleyn einen Ausblick auf geplante Aktivitäten 2006 wie die Teilnahme am Leistungsabzeichen, Lehrgänge und Termine aus dem Vereinsleben, wie die Steckentour am Samstag, 18. März, einen geplanten Tagesausflug und das alljährliche Oktoberfest. (hkü)


Printausgabe vom 07.02.2006

Schiff „Oldie“ versank in der Lahn

Balduinstein. Erneut wurden die Balduinsteiner Wehrleute zu einem Einsatz im Hafen alarmiert. Einsatzort war diesmal das schon etwas in die Jahre gekommene Schiff «Oldie", das aus bislang ungeklärter Ursache voll Wasser lief und im Hafenbecken versank.

Ein erster Versuch, das Schiff leerzupumpen, scheiterte, es wurde ein Öl-Diesel- Wasser-Gemisch angesaugt. Die Gefahrgut-Einheit Birlenbach-Fachingen musste erneut hinzugezogen werden. Damit sich der Ölteppich nicht weiter ausbreitete, wurde um das Schiff herum eine Ölsperre angebracht. Auf Grund der einsetzenden Dämmerung wurden weitere Maßnahmen verschoben.

Am nächsten Tag wurde die Einsatzstelle durch weitere Ölsperren abgesichert. Das Heben des Schiffes ist Aufgabe des Eigentümers, allerdings wird er hierbei durch die Feuerwehr unterstützt werden, sobald es die Witterung zulässt. (nnp)


Printausgabe vom 01.02.2006

Feuerwehr bewahrte Yacht vor dem Sinken

Balduinstein. Durch den engagierten Einsatz der Feuerwehreinheit Balduinstein wurde dieser Tage eine Sportyacht vor dem sinken bewahrt.

Die Freiwillige Feuerwehr wurde gegen 13 Uhr per Sirene und Funkmeldeempfänger alarmiert. Einsatzort der 14 anrückenden Feuerwehrangehörigen war der Yachthafen von Balduinstein, wo eine zehn Meter lange Sportyacht mit Wasser voll gelaufen war und zu sinken drohte. Nach Eintreffen des Eigentümers wurde mit Hilfe einer Tauchpumpe begonnen das eindringende Wasser abzusaugen. Dies gestaltete sich schwierig, da das im Boot stehende Wasser teilweise vereist war. Außerdem musste wegen des im Motorraum stehenden Wasser Öl Gemischs die Gefahrstoffzug-Teileinheit Birlenbach-Fachingen hinzugezogen werden.
Diese konnte mit Hilfe spezieller Pumpen die gefährlichen Stoffe aufnehmen und somit eine Gefährdung der Umwelt verhindern. Nach erfolgreichem Abdichten des Lecks konnte das Boot gegen 17.30 Uhr seinem Besitzer wieder übergeben werden. (nnp)