RZ-Online Artikelarchiv vom 06.10.2009

Eindrucksvoller Umzug der Feuerwehren aus Balduinstein und Überlingen
Mit einem Umzug von der Ortsmitte zur Burg begann der zweite Festtag im Rahmen des Jubiläums zum 50-jährigen Bestehen der Feuerwehr in Balduinstein. Gemeinsam mit den befreundeten Kameraden aus Überlingen schritten die Einsatzkräfte von der Lahn hinter ihrer neuen Fahne her. Daran schloss sich ein Frühschoppen im Burgsaal an. Das Jubiläum endete am Sonntag mit einem unterhaltsamen und informativen Nachmittag mit Beiträgen zur Brandschutzerziehung.
So wurde den Besuchern beispielsweise der Umgang mit Feuerlöschern und eine Fettexplosion demonstriert. Viel Lob heimste sich die Feuerwehr Balduinstein während des Jubiläums für die Gestaltung ihrer Internetseite ein. Sie zählt laut Frank Puchtler zu den besten in Deutschland. Der Landtagsabgeordnete unterstützt zudem die Rauchmelderaktion der Balduinsteiner Einheit: Für jedes Neugeborene in der Gemeinde erhält die Familie von der Feuerwehr einen kostenlosen Rauchmelder. (up) Foto: Uli Pohl


RZ-Online Artikelarchiv vom 05.10.2009

Wehr feiert 50. Geburtstag

Balduinsteiner Kameraden freuen sich über neue Fahne - Seit der Gründung hat sich einiges getan
Freiwilliges Engagement ist wichtig, besonders wenn davon die Sicherheit der Menschen abhängt. Darauf ist auch die Freiwillige Feuerwehr Balduinstein stolz und feierte gebührend ihren 50. Geburtstag.

BALDUINSTEIN. Etwas aus einer Pflicht heraus zu tun, macht weniger Freude, als sich aus freien Stücken für etwas zu entscheiden. So sahen es auch die 29 Gründer der Freiwilligen Feuerwehr Balduinstein und machten an einem kalten Winterabend vor 50 Jahren aus einer Pflichtwehr eine Truppe, die sich gerne und ohne Zwang mit dem Brandschutz beschäftigt. Dieses Jubiläum feierten die Kameraden.
Seit dieser Zeit hat sich einiges getan: Die Ausrüstung wurde vom damals ersten noch selbst ausgebauten Löschfahrzeug bis heute stetig modernen Standards angepasst; viele Einsätze haben die Kameraden erfolgreich bewältigen können. Das Hauptaugenmerk von Wehrleiter Markus Stock und seiner Mannschaft liegt neben der entsprechenden Ausbildung auch auf der Nachwuchsgewinnung. Mittlerweile zählt die Wehr 22 aktive Mitglieder, die von rund 150 Förderern unterstützt werden. Gemeinsam feierte die Wehr nun den 50. Geburtstag. Zum Festkommers am Samstag waren zahlreiche Gratulanten gekommen. Die Feuerwehr Überlingen, die freundschaftliche Beziehungen mit den Balduinsteinern verbindet, trat sogar mit ihrem Spielmannszug auf. Dieser sorgte im Burgsaal für die passende musikalische Untermalung.
Hans-Joachim Klersy erläuterte den Anwesenden die Geschichte der Balduinsteiner "Retter in Rot". Auch führte er den gesamten Abend durch das Programm.
Landrat Günther Kern bemerkte, dass die Feuerwehr Balduinstein zehn Jahre älter sei als der Rhein-Lahn-Kreis. Sie sei ein Mosaikstein in dem Gefüge, das eine schlagfertige Wehr in Verbandsgemeinde und Kreis ausmache. Denn ohne eine solche Einrichtung und das dafür erforderliche Ehrenamt könne für solche Sicherheit in der Bevölkerung nicht gesorgt werden. Auch trage die Feuerwehr erheblich zur Sozialisierung junger Menschen bei, indem sie zeige, dass man im Dienste der Gemeinschaft einiges erreichen kann. Landtagsabgeordneter Matthias Lammert sprach den Balduinsteinern ebenfalls seine Glückwünsche aus und lobte die gute Organisation des Abends. Als Erster Beigeordneter gratulierte Michael Schnatz im Namen der Verbandsgemeinde Diez. Die Leistung der Feuerwehr könne nicht hoch genug eingeschätzt werden, zum einen auf dem Gebiet der Sicherung des Zusammenlebens und zum anderen im kulturellen Bereich.
Er dankte auch den verständnisvollen Familien der Feuerwehrmänner. Bürgermeister Paul Wendt enthüllte die neue Fahne der Wehr, hinter der man am Sonntag beim Festumzug herschritt. Mit jeder Menge Engagement war eine rechtzeitige Fertigstellung gelungen. Auch Markus Grün, Wehrleiter der Verbandsgemeinde, sowie Kreisfeuerwehrinspektor Gerd Grabitzke und Udo Textor vom Kreisfeuerwehrverband gratulierten. Markus Stock konnte die Gründungsmitglieder Anton Schmidt, Johannes Rubröder, Willi Weingart, Josef Ohly, Karl Weingart, Josef Rody, Leo Zey, Erich Useldinger und Karl Schupp für ihr Engagement ehren. Der erste Wehrleiter der freiwilligen Floriansjünger, Willibald Bühler, wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Ausgiebig feierte man am Wochenende noch weiter den 50. Geburtstag des freiwilligen Brandschutzes in Balduinstein. Anika Recktenwald


RZ-Online Artikelarchiv vom 27.05.2009

Alte Spritze für Jubiläum wieder flott gemacht

Willibald Bühler hat in Balduinstein eine Feuerwehr-Pumpe aus dem Jahr 1940 restauriert

BALDUINSTEIN. Ein Feuerwehrmann von echtem Schrot und Korn, so kann man Willibald Bühler aus Balduinstein bezeichnen. Seit vielen Jahren ist der inzwischen 75-Jährige nicht mehr in der Einsatzabteilung, aber die Belange der "Baalestaaner Blauröcke" liegen ihm immer noch sehr am Herzen. Jetzt hat er rechtzeitig zum anstehenden 50. Geburtstag der Wehr eine alte Spritze restauriert.

Mehr als 40 Jahre lang ruhte die TS 400 in diversen Schuppen. Mäuse fanden darin ihr Zuhause und der Rost fraß Wunden in den Tank. Das Hochwasser richtete außerdem viel Schaden an dem guten Stück an. Doch im 50. Jubiläumsjahr erinnerten sich die Blauröcke an ihre alte Tragkraftspritze. "Niemand im weiten Umkreis hätte die alte Flader wieder zum Laufen gebracht, außer Willibald Bühler", meinte Ortsbürgermeister Paul Wendt, der das gute Stück gemeinsam mit Wehrführer Markus Stock dieser Tage besichtigte. Eigentlich grenzt es an ein technisches Wunder, dass Willibald Bühler, der mit der Flader aufgewachsen ist, Brände mit ihr gelöscht hat, nun auch ihre aufwändige Restaurierung in die Hände genommen hat.

Mit rotierenden Drahtbürsten hat er den Rost vorsichtig beseitigt, die Ventile gereinigt, den Manometer repariert, gestrichen und das fehlende Glas ersetzt. Schwungrad, Zündapparat, Zylinderkopf, Kühler, Vergaser, Steuerventile und das Auspuffverschlussstück hat Willibald Bühler in mühevoller Kleinarbeit auseinander genommen, ganz behutsam entrostet, restauriert, fehlende Kleinteile angefertigt und in vielen ungezählten Stunden wieder zusammengesetzt. Nun muss nur noch das Ventil der Schwimmernadel repariert werden.

Außerdem sollte die Gemischzusammensetzung stimmig sein. "Nicht zu fett und nicht zu mager, das Gemisch muss stimmen", meint der Experte Willibald Bühler, der in fünfter Generation Schmied und Schlosser ist.

Eine Feuerwehr hat es schon vor mehr als 50 Jahren in Balduinstein gegeben. Diese Löschtruppe bestand aus Männern der damaligen sogenannten Pflichtfeuerwehr. Willibald Bühler, Gründungsmitglied von 1959 und aktiver Mann der ersten Stunde, erster Wehrführer ("Kommandant") der noch jungen Löscheinheit, hatte bereits in der vorhergehenden Pflichtfeuerwehr seine Erfahrungen gesammelt. Als gelernter Schlosser, Maschinist im Kraftwerk Cramberg und Feuerwehrmann der Einsatzabteilung überlappten sich manchmal seine fachlichen Einsatzgebiete.

Die Balduinsteiner Wehr war damals noch mit einem Traktor und der Tragkraftspritze der Marke Flader auf Lafette zu den Brandherden unterwegs und befand sich in keinem guten Zustand. Von dem großen Brand 1944 im Marmorwerk Thust, damals Salbenfabrik für die Wehrmacht, erzählte Feuerwehrmann Bühler. "Es war bitterkalt, die großen Spritzen der benachbarten Wehren waren alle ausgefallen. Nur unsere Tragkraftspritze TS 400 (400 Liter Wasserförderung in der Minute) aus dem Jahre 1940 funktionierte noch ganz allein." Willibald Bühler wurde wegen seiner Arbeit im Kraftwerk 1962 als Wehrführer abgelöst. Die besagte Flader-Pumpe wurde 1962 von einer modernen Spritze des Typs Bachert abgelöst.

Das restaurierte "Schätzchen" soll zum 50. Jubeltag der Wehr präsent sein und auch mal laute Töne und natürlich Wasser von sich geben. Die Freiwillige Feuerwehr Balduinstein freut sich über das Gelingen der schwierigen Restaurierung ihrer alten Tragkraftspritze und wird am 3. und 4. Oktober in einem Festzug das gute Stück der Bevölkerung in Erinnerung bringen.

Es gibt außerdem noch viel vorzubereiten, eine Chronik wird erstellt und Festlichkeiten sind in der Planung, berichtete Wehrführer Markus Stock. Wilma Rücker


RZ-Online Artikelarchiv vom 22.05.2009

Die Abordnung der Wehreinheit vor dem Deutschen Feuerwehrmuseum in Fulda. v.l.n.r. Markus Stock, Alexander Bendel und Jörg Meid

Preis für Balduinsteiner Wehr

Brandschützer aus der Lahngemeinde für Internetauftritt ausgezeichnet

BALDUINSTEIN. Auf einer Festveranstaltung im Deutschen Feuerwehrmuseum in Fulda hat die Firma Dräger die besten deutschen Feuerwehr-Websites gekürt. Unter ihnen war auch der Internetauftritt der Freiwilligen Feuerwehr Balduinstein, deren Internetseite www.feuerwehr-balduinstein.de mit der Bestnote ausgezeichnet wurde.

Mehr als 1200 Feuerwehren aus ganz Deutschland hatten an dem Wettbewerb, der unter der Schirmherrschaft des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) stand, teilgenommen. Zur Preisverleihung waren 20 Truppen geladen, deren Websites alle ausgezeichnet wurden. (caro)


RZ-Online Artikelarchiv vom 04.05.2009

Holzstapel steht in Balduinstein in Flammen
Umsichtige Anwohnerin alarmiert örtliche Feuerwehr - Brandursache ist bislang ungeklärt

BALDUINSTEIN. Rund ein Kubikmeter gelagertes Holz ist in einem ehemaligen Unterstand im Feld zwischen Balduinstein und Langenscheid abgebrannt. Wie die Polizei in Diez mitteilte, entstand das Feuer aus bisher ungeklärter Ursache am vergangenen Freitag, gegen 16.45 Uhr.
Eine umsichtige Anwohnerin aus Balduinstein hatte die starke Rauchentwicklung im Feld beobachtet und die örtlichen Einsatzkräfte alarmiert. Die Feuerwehr Balduinstein rückte aus, sicherte den Brandherd, musste aber den Holzstapel kontrolliert abbrennen lassen. (up)

Anmerkung:
Bei diesem Einsatz war nicht die Wehreinheit Balduinstein, sondern die Nachbarwehr aus Langenscheid im Einsatz!


Rhein Lahn Zeitung vom 09.04.2009

Nachteinsatz wegen Bagger

Feuerwehren wegen defektem Fahrzeug aktiv - Cramberg abgeschnitten


BALDUINSTEIN. Ein defekter Bagger im Gleisbereich auf der Bahnstrecke zwischen Balduinstein und Laurenburg sorgte vergangene Nacht für einen mehrstündigen Feuerwehreinsatz. Aufgrund einer defekten Bremsanlage konnte der Bagger einer Baufirma, die zurzeit nachts den Hang vor dem Cramberger Tunnel gegen Abrutschen sichert, nicht mehr von den Schienen bewegt werden. Mithilfe eines Mobilkranes aus Limburg wurde das defekte Gerät schließlich von den Schienen gehoben und am Straßenrand abgesetzt. Die Bahnstrecke war in dieser Zeit teilweise gesperrt und nur einspurig befahrbar.
Aufgabe der Feuerwehr war neben dem Ausleuchten der Einsatzstelle die Absicherung der Einsatzstelle gegen den fließenden Verkehr. Dazu waren circa 20 Einsatzkräfte der Feuerwehren Balduinstein und Diez-Freiendiez mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz.
Für Unmut einiger Mitbürger sorgte die Tatsache, das beide Zufahrtstraßen nach Cramberg zeitweise voll gesperrt werden mussten. Die Kreisstraße 33 Richtung Kieswerk war wegen der nächtlichen Krötenwanderung und die Straße nach Balduinstein aufgrund der Größe des Mobilkranes blockiert. Durch die Straßenmeisterei konnte die Sperrung der Kreisstraße 33 dann vorzeitig aufgehoben werden.