RZ-Online Artikelarchiv vom 11.03.2010

Wehr arbeitet für die Dorfgemeinschaft
Lobenswert: Einsatzkräfte leisteten in und um Balduinstein ehrenamtlich 610 Stunden


BALDUINSTEIN. Wehrführer Markus Stock, zugleich Vorsitzender des Fördervereins der Balduinsteiner Freiwilligen Feuerwehr, lobte im Rahmen der Jahreshauptversammlung die Einsatzbereitschaft der aktiven Wehrleute: Sie leisteten im Jahr 2009 insgesamt 610 Stunden bei 35 dienstlichen Einsätzen.
Darunter fielen 20 Übungen, eine Gemeinschaftsübung mit Nachbarwehren und verschiedene Sonderdienste wie beispielsweise die Verkehrsabsicherung an Palmsonntag, aber auch die Hilfe beim Umwelttag und mehr Arbeitseinsätze. Für die Teilnahme an fast allen Aktivitäten erhielten Kevin Lenau und Andreas Ortseifen neue Feuerwehrhelme.
Im Jahr 2009 hatte die Freiwillige Feuerwehr Balduinstein insgesamt vier Einsätze zu verzeichnen: Im Januar wurde die Wehr aufgrund des starken Eisgangs in den Jachthafen Balduinstein gerufen. Die Arbeiten bei der Bergung eines Zweiwegebaggers von den Bahngleisen unterstützte die Wehreinheit im April. Ebenfalls im April ging ein Alarm wegen eines Dachstuhlbrandes ein - es handelte sich aber lediglich um ein Osterfeuer, ein Einsatz war nicht erforderlich. Als vierter Einsatz war im August eine brennende Wiese am Ortsausgang in Richtung Birlenbach zu verzeichnen.
Im Mittelpunkt des vergangenen Jahres standen die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Wehreinheit. Die im Rahmen des Jubiläums herausgegebene Festschrift über die Geschichte der Balduinsteiner Wehr ist weiterhin beim Wehrführer Markus Stock für 5 Euro erhältlich.
Der Förderverein ermöglichte wiederum einige Anschaffungen, um die Arbeit der Feuerwehrleute zu erleichtern. Dazu zählen unter anderem neue Schränke für den Schulungsraum, aber auch neue Ausgehuniformen. Schriftführer Hans-Josef Lenau und Rechnungsführer Franz Hergenhahn informierten zur aktuellen Lage.
Anlässlich der Versammlung standen Ehrungen und Beförderungen an. Jörg Meid wurde im vergangenen Jahr von den Wehrführern der Verbandsgemeinde Diez zum stellvertretenden Wehrleiter gewählt. Meid ist in der Geschichte der Balduinsteiner Einheit die erste Führungskraft, die diese anspruchsvolle und zeitintensive Aufgabe übernommen hat. Wehrführung und Mitglieder würdigten dieses nicht selbstverständliche Engagement, Stock überreichte Jörg Meid ein Buchgeschenk.
Thomas Ortseifen wurde zum Oberfeuerwehrmann und Andreas Ortseifen zum Hauptfeuerwehrmann ernannt. Ortsbürgermeister Paul Wendt dankte in seiner Ansprache der Feuerwehr Balduinstein für ihr Engagement bei verschiedensten Aktivitäten im Ort.
Wehrführer Markus Stock gab noch einen Ausblick auf geplante Aktivitäten wie Lehrgänge und Termine. Die "Steckentour" führt am nächsten Samstag, 13. März, nach Gutenacker. Außerdem ist in diesem Jahr wieder ein Tagesausflug geplant. Der Geräteschuppen nahe dem Rathaus, liebevoll "Wache Süd" genannt, soll in diesem Jahr weiter renoviert werden. Das traditionelle Oktoberfest will die Wehr nach einjähriger Pause ebenfalls wieder feiern. Mit dem Ausblick auf den vollen Terminkalender schloss Stock die Versammlung.
Weitere Informationen über die Arbeit der Balduinsteiner Feuerwehr bietet der Internetauftritt unter www.feuerwehr-balduinstein.de


RZ-Online Artikelarchiv vom 02.02.2010

Rauchmelder für neue Balduinsteiner
Förderverein der Feuerwehr wirbt mit Aktion


BALDUINSTEIN. Die Eltern von fünf neu geborenen Balduinsteinern erhielten vom Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Balduinstein im Rahmen der Aktion "Mit Sicherheit ins Leben" jeweils einen Rauchmelder als lebensrettendes Geschenk fürs Kinderzimmer. Bereits im Jahr 2008 wurde diese ganz besondere Aktion des Fördervereins ins Leben gerufen.
Der SPD-Landtagsabgeordnete Frank Puchtler aus Oberneisen, selbst Mitglied der Feuerwehr Oberneisen, machte nun sein Versprechen wahr und überreichte dem Vorsitzenden des Fördervereins der Balduinsteiner Feuerwehr, Wehrführer Markus Stock, eine Spende. Durch diese großzügige Geste können - quasi als Investition in die Zukunft - neue Rauchmelder angeschafft werden.
Gefahr vor allem nachts
Denn die meisten Brandopfer verunglücken in den eigenen vier Wänden, vor allem nachts (70 Prozent). Gefährlich ist dabei weniger das Feuer, sondern der entstehende Rauch. 95 Prozent aller Brandtoten sterben an den Folgen einer Rauchvergiftung. "Rauchmelder haben sich deshalb als kostengünstiger und zugleich effektiver vorbeugender Brandschutz bestens bewährt", betonen die Floriansjünger.
Während der Brandherd tagsüber meist schnell entdeckt und gelöscht werden kann, ist die Gefahr, nachts bei einem Brand sein Leben zu verlieren, wesentlich größer. Denn dann schläft auch der Geruchssinn, sodass die Brandopfer im Schlaf überrascht werden, ohne die gefährlichen Rauchgase zu bemerken. Etwa 600 Menschen sterben jährlich in Deutschland bei Bränden, die meisten in Privathaushalten.
Der laute Alarm des Rauchmelders warnt auch im Schlaf rechtzeitig vor der drohenden Gefahr und verschafft den Betroffenen den nötigen Vorsprung, sich und ihre Familie in Sicherheit zu bringen.
Ausstattung wird Pflicht
Das Land Rheinland-Pfalz hat bereits im Jahr 2003 als erstes Bundesland eine Rauchmelderpflicht für alle Neubauten mit Wohnnutzung eingeführt. Ab dem Jahr 2012 müssen auch bei bestehenden Gebäuden Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, die im Notfall als Rettungsweg dienen, über mindestens einen Rauchmelder verfügen.
Weitere Infos gibt es auch im Internet unter www.feuerwehr-balduinstein.de