Artikel vom 24.10.2003

Kleine Floriansjünger an den Spritzen

Vom Notruf bis zur Ausrüstung: Kinder lernten eine Menge bei der Balduinsteiner Feuerwehr

BALDUINSTEIN.Wie sehen die Aufgaben der Feuerwehr aus? Was muss man bedenken, wenn man einen korrekten Notruf abgeben will? Welche Ausrüstungsgegenstände gehören zur persönlichen Schutzausrüstung eines Feuerwehrmanns?
Diese und viele weitere Fragen beschäftigen Kindergartenkinder aus der Gemeinde Balduinstein, die kürzlich der Feuerwehr einen Besuch abstatteten. Markus Stock von der Feuerwehr zeigte den Kindern aus Cramberg, Wasenbach, Steinsberg und Balduinstein, was eigentlich so alles in einem Feuerwehrauto drin steckt und wie der rote Wagen funktioniert. Die Vorführung war Teil einer Brandschutzwoche im Balduinsteiner Kindergarten. Rund um das "heiße" Thema drehte sich alles bei den zwei Gruppen der Einrichtung.
Treffpunkt für die angehenden Schulkinder war das Pfarrzentrum unterhalb des Kindergartens. Dort stand für die Kleinen zunächst die Theorie auf dem Programm. Sollte es zu einem Brand in der Wohnung kommen, wissen die Kinder jetzt, dass man sich möglichst in Bodennähe aus dem Gefahrenbereich begibt. Außerdem muss man am nächsten Telefon über die Nummer 112 die Feuerwehr verständigen.
Nach dem Frühstück begutachteten die Kinder frisch gestärkt die Ausrüstung der Wehreinheit. Dabei durfte sich jeder mal als echter Feuerwehrmann fühlen und die Kübelspritze ausprobieren. Eine solche Aktion wollen der Kindergarten und die Balduinsteiner Feuerwehr jährlich anbieten, damit auch die Kleinsten schon frühzeitig das richtige Verhalten im Brandfall üben können.


Artikel vom 28.10.2003

Über die "Profis" informiert
Balduinsteiner Wehrleute waren auf der "Fire Engineering"-Messe in Köln
BALDUINSTEIN.Die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr Balduinstein besuchten kürzlich die "Fire Engineering" in Köln. Die Messe - speziell für Feuerwehr und Rettungsdienst - bot den begeisterten Wehrleuten eine interessante Informations- und Weiterbildungsplattform.
Nationale und internationale Aussteller präsentierten neue Produkte zum Thema Brandschutz. Auf dem großen Demonstrationsgelände hatten die Kameradinnen und Kameraden der Balduinsteiner Wehr auch die Möglichkeit, unter der professionellen Leitung erfahrener Ausbilder die neuesten Anlagen - speziell für die Atemschutzausbildung - zu bestaunen. Der Informations- und Erfahrungsaustausch zu Themen wie Organisation, Strategie und Taktik in Katastrophenfällen rundete das interessante Angebot ab.
Auch wenn viele der neuen Produkte wahrscheinlich nicht in den kleineren Ortsfeuerwehren zum Einsatz kämen, so sei es doch für den Einzelnen interessant zu sehen, wie die Profis von Berufsfeuerwehren, auch in anderen Ländern, arbeiten, zogen die Gäste aus Balduinstein ihr Resümee.
Zurückblickend hat der Besuch der "Fire Engineering" die Diskussion um die moderne Brandbekämpfung unter den Feuerwehrleuten aus Balduinstein weiter entfacht, was gerade für die Ausbildung der jungen Männer und Frauen sehr förderlich ist.


Artikel vom 27.11.2003

Viele Floriansjünger geehrt

Zahlreiche Ehrenamtliche erhielten eine Anerkennung für ihren Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr

Die Feuerwehr gehört zum alltäglichen Leben wie die Polizei oder der Notarzt. Des Öfteren wird jedoch vergessen, dass die Männer und Frauen in Rot im Gegensatz zu vielen anderen ehrenamtlich für das Wohl der Allgemeinheit tätig sind. Bei einer Feierstunde in der Feuerwache Diez-Freiendiez wurde ihr Engagement besonders gewürdigt.DIEZ. Sie opfern einen Großteil ihrer Freizeit, um gut ausgebildet und trainiert das Leben der Gemeinde sicherer zu gestalten, Brandschäden so gering wie möglich zu halten und vor allem, um Leben zu retten: die Feuerwehrleute. Einige von ihnen sind schon seit vielen Jahren oder gar seit Jahrzehnten mit Herz und Seele dabei und haben der Gemeinde unbezahlbare Dienste erwiesen.
Um diese langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeiten zu würdigen, lud Franz Klöckner, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Diez, am Dienstag in die neue Feuerwehrwache Diez-Freiendiez ein. Nach einer kurzen Begrüßung gab Franz Klöckner das Wort an den Landrat Günter Kern ab, der eigens wegen einer ganz besonderen Ehrung gekommen war. Er überreichte Dietmar Meffert für seine langjährige Tätigkeit als ehemaligem Wehrführer der Feuerwehreinheit Freiendiez, sowie der Wahrnehmung weiterer Aufgaben in und für die Feuerwehr das goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande für hervorragende Verdienste um das Feuerwehrwesen. Im Anschluss verabschiedete Franz Klöckner Friedhelm Isselbächer (Scheidt), Albert Maxeiner (Altendiez) und den kurz zuvor geehrten Dietmar Meffert (Diez-Freiendiez), die mit Erreichen des 60. Lebensjahres aus der aktiven Feuerwehrtätigkeit ausgeschieden sind. Anschließend freute sich der Verbandsgemeinde-Bürgermeister, weitere Helfer der Gemeinde für 25-jährige aktive und pflichttreue Tätigkeit das silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen zu verleihen.
Zum Abschluss richtete Wehrführer Gerhard Flach und Kreisfeuerwehrinspektor Gerd Grabitzke dankende Worte an alle Geehrten und sprachen ihnen Ihre Anerkennung aus. Geehrt wurden für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft mit dem silbernen Feuerwehr-Ehrenzeichen: Klaus Eberhard, Franz Josef Hergenhahn (beide Einheit Balduinstein), Thomas Haxel (Charlottenberg), Friedhelm Petri, Reiner Wolf (beide Cramberg), Rolf Ackermann, Jürgen Sukdolak (beide Eppenrod), Volker Schiller (Heistenbach), Dirk Becker (Holzappel), Eberhard Schäfer, Bernd Sprenger, Dietmar Steckel, Rüdiger Weiß, Einheit (alle Holzheim), Udo Pelech (Isselbach), Roland Hofmann (Scheidt) und Christof Lenz (Wasenbach).
Nicht anwesend waren bei der Ehrung der Feuerwehrleute: Ditmar Hörle, (Einheit Geilnau), Ulrich Albert Kuhmann (Laurenburg) und Michael Schuhmacher (Wasenbach).