RZ-Online Artikelarchiv vom 29.03.2006

Bergung der Jacht "Oldie" im Balduinsteiner Hafen erneut gescheitert

Erneuter Einsatz der Feuerwehr Balduinstein im Jachthafen der Ortsgemeinde an der Lahn. Nachdem bereits mehrere Anstrengungen scheiterten, die vor einigen Wochen gesunkene Jacht "Oldie" zu bergen (die RLZ berichtete), ist jetzt ein weiterer Versuch erfolglos geblieben. Die Feuerwehr wurde um Unterstützung gebeten, die Bergung der um 1930 gebauten Jacht zu überwachen. Das Boot sollte seitens des Eigentümers gehoben werden. Mit drei Tauchpumpen mit einer Förderleistung von rund 3000 Litern je Pumpe versuchte er und einige Bootsfreunde das Wasser aus der Jacht zu saugen. Stunden später wurde der Einsatz abgebrochen, da sich immer noch kein Erfolg abzeichnete, der zur Hebung des Schiffes führen könnte. Vor weiteren Bergungsversuchen muss jetzt die Größe des Lecks durch Taucher festgestellt und je nach Ausmaß provisorisch abgedichtet werden. In den vergangenen Wochen trat immer wieder Öl aus dem Tank des Schiffes an die Wasseroberfläche, das mit einer Ölsperre aufgefangen und abgesaugt wurde. Wie die Staatsanwaltschaft in Koblenz mitteilt, ist wegen des gesunkenen Schiffes ein Ermittlungsverfahren anhängig. Es richtet sich wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung gegen den Eigner des "Oldies". (up)


RZ-Online Artikelarchiv vom 18.03.2006

Ölalarm in Balduinstein

Aus zwei gesunkenen Schiffen tritt Treibstoff aus

Das eine Boot liegt bereits seit einer Woche vor Rosenmontag im Balduinsteiner Jachthafen auf Grund, ein zweites versank wenige Tage später. Gehoben wurden die Wasserfahrzeuge bisher nicht. Am Donnerstag war die Feuerwehr dort erneut im Einsatz und verhinderte mit einer Ölsperre eine weitere Verschmutzung der Lahn.
BALDUINSTEIN. Im Balduinsteiner Jachthafen liegen seit mehreren Wochen zwei Schiffe auf Grund. Aus den Booten traten Motoröl und Treibstoff heraus. Dies führte am Rosenmontag, nachdem das zweite Boot auf Grund gegangen war, zu einem Einsatz des Gefahrstoffzuges der Feuerwehreinheit aus Birlenbach/Fachingen. Mit einer Ölsperre wurde verhindert, dass sich der Treibstoff auf der Lahn ausbreitete.
Am vergangenen Donnerstag musste der Gefahrstoffzug erneut ausrücken, um die Ölsperre im Hafen - dem alten Schleusengraben - zu erneuern. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte, wie bereits bei dem Einsatz zuvor, von Wehrleuten aus Balduinstein. Wie die Feuerwehr aus Balduinstein mitteilte, ist eine Hebung der Boote durch die Eigentümer für das Wochenende geplant. Gemeldet wurde der Vorfall der zuständigen Wasserschutzpolizei in Koblenz. Sie informierte die verantwortliche Obere Wasserbehörde bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord in Montabaur, die die notwendigen Schritte für die Bergung in die Wege leitete. "Verschiedene Kriterien und die kalte Witterung mit einer dünnen Eisschicht im Hafengebiet haben bisher eine Hebung verhindert", teilte gestern ein Sprecher der Oberen Wasserbehörde auf eine Anfrage der RLZ mit. Nachdem immer wieder Treibstoff aus den Schiffen an die Wasseroberfläche getreten war, alarmierte diese Woche die für den Vorfall nicht mehr zuständige Wasserschutzpolizei erneut die Feuerwehr.
So konnte am Donnerstag eine erneute Verschmutzung des fließenden Gewässers verhindert werden. Wie Feuerwehrleute berichteten, befinden sich im Tank des einen Bootes immer noch rund 80 Liter Treibstoff. Gegen die Eigentümer der Boote wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.    (up)


RZ-Online Artikelarchiv vom 08.03.2006

Feuerwehr engagierte sich 597 Stunden

Floriansjünger bei Jahreshauptversammlung in Balduinstein befördert - Köhler ausgezeichnet

BALDUINSTEIN. Peter Köhler wurde während der Jahreshauptversammlung des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Balduinstein im Gasthaus Hergenhahn für sein 25-jährige Wehrengagement besonders ausgezeichnet.

Wehrführer Wolfgang Holleyn, zugleich Vorsitzender des Fördervereins, eröffnete die Versammlung. Nachdem Schriftführer Hans-Josef Lenau und der Rechnungsführer Franz Hergenhahn zur aktuellen Lage informiert hatten, lobte der stellvertretende Wehrführer Markus Stock in seinem Bericht die Einsatz- und Übungsbereitschaft der aktiven Wehrleute. So wurden im Jahr 2005 insgesamt 597 Stunden bei 32 dienstlichen Einsätzen abgeleistet, darunter fielen 24 Übungen, fünf Gemeinschaftsübungen mit Nachbarwehren und drei Sonderdienste wie beispielsweise die Verkehrsabsicherung an Fronleichnam. Im Jahr 2005 hatte die Freiwillige Feuerwehr Balduinstein glücklicherweise keine Einsätze zu verzeichnen, lediglich eine Fehlalarmierung durch die Polizei musste notiert werden.

Der Förderverein ermöglichte wiederum einige Anschaffungen, um die Arbeit und Ausbildung der Feuerwehrleute zu erleichtern. Dazu zählt unter anderem eine Schnellangriffstasche mit D-Schlauch und Hohlstrahlrohr, damit sich die Einsatzkräfte rascher in brennenden Gebäuden und vor allem in Treppenhäusern bewegen können.
Auch in diesem Jahr standen wieder Ehrungen und Beförderung auf der Tagesordnung. Peter Köhler wurde für 25-jährige Feuerwehrtätigkeit geehrt. Durch den Wehrleiter der VG Diez Gerhard Flach konnten zudem Stefanie Eberhardt zur Oberfeuerwehrfrau, Andreas Ortseifen zum Oberfeuerwehrmann und Alexander Bendel zum Hauptfeuerwehrmann ernannt werden.

Ortsbürgermeister Paul Wendt dankte in seiner Ansprache der Feuerwehr Balduinstein für ihr Engagement bei allerlei Aktivitäten im Ort und informierte die Wehrleute über anstehende Ausbaumaßnahmen des "Neun Krümme Weges", der dadurch zusätzlich als Rettungsweg zum Ortsteil Brühl und den Ferienhäusern im "Goldenen Grund" zur Verfügung steht.
Wehrführer Wolfgang Holleyn gab noch einen Ausblick auf geplante Aktivitäten 2006, wie die Teilnahme am Leistungsabzeichen, anstehende Lehrgänge und Termine aus dem Vereinsleben, wie die Steckentour am 18. März, einen geplanten Tagesausflug und das alljährliche Oktoberfest. Nach gut eineinhalb Stunden konnte die Versammlung geschlossen werden.

Die Beförderten aus den Reihen der Feuerwehr Balduinstein mit VG-Wehrleiter Gerhard Flach und Wehrführer Wolfgang Holleyn

Von links: Alexander Bendel, Gerhard Flach, Andreas Ortseifen, Stefanie Eberhardt und Wolfgang Holleyn.


RZ-Online Artikelarchiv vom 07.02.2006

Jacht "Oldie" versank im Hafen

Balduinsteiner Wehr musste zum zweiten Mal in wenigen Tagen ausrücken

BALDUINSTEIN. Die Balduinsteiner Wehrleute mussten erneut zu einem Einsatz in den Hafen ausrücken. Bereits Ende Januar war die Feuerwehr gefordert, als dort eine Sportjacht zu sinken drohte (die RLZ berichtete). Nach viereinhalb Stunden hatten die Einsatzkräfte schließlich die Situation bereinigt.
Einsatzort war diesmal das schon etwas in die Jahre gekommene Schiff "Oldie", das aus bislang ungeklärter Ursache voll Wasser lief und im Hafenbecken versank.

Ein erster Versuch, das Schiff leer zu pumpen scheiterte; es wurde ein Öl-Diesel- Wasser-Gemisch angesaugt. Die Gefahrgut-Einheit Birlenbach-Fachingen musste, wie auch schon beim ersten Einsatz im Hafenbecken, hinzugezogen werden.
Damit sich der Ölteppich nicht weiter ausbreitete, mussten die Wehrmänner um das Schiff herum eine Ölsperre anbringen. Aufgrund der einsetzenden Dämmerung wurden weitere Maßnahmen auf den nächsten Morgen verschoben.

Am nächsten Tag wurde die Einsatzstelle durch weitere Ölsperren abgesichert. Das Heben des Schiffes ist Aufgabe des Eigentümers, allerdings wird er dabei durch die Feuerwehr unterstützt werden, sobald es die Witterung zulässt, berichtete die Balduinsteiner Wehr in einer Pressemitteilung.


RZ-Online Artikelarchiv vom 31.01.2006

Sportyacht vor dem Untergang bewahrt

Feuerwehren mussten zu einem mehrstündigen Einsatz in den Balduinsteiner Hafen ausrücken

BALDUINSTEIN. Am Samstag wurden die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Balduinstein gegen 13 Uhr per Funkmeldeempfänger und Sirene zum Einsatz gerufen. Genauer Einsatzort der 14 anrückenden Feuerwehrleute war der Yachthafen von Balduinstein: Eine zehn Meter lange Sportyacht drohte auf Grund eines Lecks zu sinken. Nach viereinhalb Stunden hatten die Wehrmänner die Situation bereinigt.
Nachdem der Eigentümer der Sportyacht am Ort des Geschehens eingetroffen war, begannen die Feuerwehrleute das ins Boot eindringende Wasser mit einer Tauchpumpe abzusaugen. Dies erwies sich allerdings als schwierig, da das in der Sportyacht befindliche Wasser bereits teilweise vereist war.

Nachdem die Balduinsteiner Feuerwehrmänner ein Wasser-Öl-Gemisch im Motorraum festgestellt hatten, wurde zusätzlich die Gefahrstoffzug-Teileinheit Birlenbach-Fachingen zum Einsatzort gerufen, die nach ihrem Eintreffen sofort damit begann, unter Mithilfe von speziellen Pumpen die umweltgefährdenden Stoffe aufzunehmen. Gegen zirka 17.30 Uhr - nachdem es den zahlreichen Feuerwehrleuten gelungen war, das Leck abzudichten - konnte die Yacht schließlich ihrem Besitzer wieder übergeben werden.